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Am 19. März 1901 wurde das städtische Elektrizitätswerk eröffnet, und am 1. April 1901 erfolgte die feierliche Inbetriebnahme der Straßenbahn. Mit der Vereinigung der thüringischen Staaten 1920 wurde Jena Teil des Landes Thüringen, die Stadt 1922 kreisfrei. Gleichzeitig entstand der Landkreis Jena. Am 1. November 1934 erfolgte die Gründung des „Städtischen Sinfonieorchesters“. Während der Novemberpogrome 1938 kam es in der Stadt zu antijüdischen Ausschreitungen, jüdische Geschäfte wurden boykottiert und das Leben der jüdischen Bevölkerung erheblich erschwert. Im Zweiten Weltkrieg richteten alliierte Bombenangriffe besonders im Februar und März 1945 zahlreiche Zerstörungen an. Beim Beschuss der Stadt durch US-amerikanische Artillerie am 11. April 1945 starben 40 Menschen. Am 13. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen kampflos die Stadt, am 1. Juli 1945 zogen die Einheiten der sowjetischen Armee ein. Bei Kriegsende waren etwa 15 Prozent der Stadt zerstört und 800 Menschen bei den Luftangriffen gestorben. Im Zuge des nun einsetzenden Wiederaufbaus nahm am 15. Oktober 1945 die Universität Jena als erste deutsche Universität den Lehrbetrieb wieder auf. 1946 wurden die Firmen Zeiss und Schott zu 94 Prozent demontiert und über 300 Spezialisten aus beiden Werken in die UdSSR gebracht, um die Werke dort neu aufzubauen. 1950 wurde der pharmazeutische Großbetrieb „Jenapharm“ gegründet. Während der DDR-Zeit gehörte die Stadt von 1952 bis 1990 zum Bezirk Gera. Beim Volksaufstand des 17. Juni 1953 kam es zu Protesten von etwa 30.000 Bürgern der Stadt gegen Maßnahmen der DDR-Regierung. Die Demonstranten forderten freie Wahlen und die deutsche Einheit sowie den Rücktritt der Regierung. Um die Proteste niederzuschlagen, trafen sowjetische Panzer in der Stadt ein. Der Ausnahmezustand wurde verhängt und mehrere 100 Menschen verhaftet. Am 18. Juni 1953 erfolgte im Gebäude der sowjetischen Kommandantur in Weimar die Hinrichtung des 1927 in Jena geborenen Schlossers Alfred Diener. Er hatte mit zwei Delegierten der Kohlearbeiter im Büro des Ersten Sekretärs der SED-Kreisleitung die Forderungen der Demonstranten vorgetragen. 1957 erfolgte die Einführung der Großblockbauweise auch in Jena. Zwischen 1965 und 1975 entstand das Neubaugebiet Jena-Lobeda-West. Mit der Neugestaltung des Stadtzentrums ab 1968 wurde die historische Innenstadt um den Eichplatz abgerissen und das Hochhaus der Universität errichtet. Im selben Jahr erfolgte die Gründung des Jenaer Madrigalkreises, Kammerchor der Jenaer Philharmonie. 1969 erhielt das „Sinfonieorchester Jena“ den Namen „Jenaer Philharmonie“. Zwischen 1971 und 1983 entstand das Neubaugebiet Jena-Lobeda-Ost. 1975 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch Jena zur 14. Großstadt der DDR wurde. 1986 erfolgte die Fertigstellung des Wohngebietes am Rähmen. Mitte der 1970er Jahre wurde Jena zu einem bedeutendem Zentrum der demokratischen Opposition und des Widerstands in der DDR. Während der Wende in der DDR fand 1989 auf dem Zentralen Platz bei einem Bürgerforum mit rund 40.000 Teilnehmern die größte Demonstration in der Geschichte Jenas statt. Bei der Kreisreform zum 1. Juli 1994 wurde der Landkreis Jena Teil des Saale-Holzland-Kreises.

Quelle 04/2007

 

 

 

Die live WEBcam mit Blick von Jena Ost aus auf das Stadtzentrum.
 

Jena ist inmitten von Thüringen an der Saale gelegen und drittgrößte Stadt des Freistaates.

 

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