HOME JENmedia.de
tooooooo

JENAlive

Jena WEBcam WEBcam 24h online
à 10 Sekunden Bildaktualisierung

Hier werben?

120 x 220 pixel Platz für Sie...

...werben Sie hier für nur 1,50 € / Tag

eMail an info@jenmedia.de

 

Die Reformation begann 1523 mit dem radikalen Theologen Martin Reinhardt, der nach Martin Luthers Eingreifen 1524 vertrieben wurde. 1525 zerstörten Bauern und Teile der Stadtbewohner das Karmeliterkloster und verwüsteten das Dominikanerkloster. Durch die Niederlage im Schmalkaldischen Krieg 1546/47, verloren die Ernestiner die Kurwürde. Jena gehörte von nun an zum Herzogtum Sachsen. Infolgedessen wurde als Ersatz für die verlorengegangene Universität Wittenberg im Jahre 1548 die Hohe Schule im Dominikanerkloster in Jena gegründet, aus der 1558 die Universität Jena hervorging. Mit dieser für die weitere Stadtentwicklung entscheidenden Einrichtung war seit 1566 der für die Rechtsprechung in ganz Thüringen bedeutsame Schöppenstuhl und ein Hofgericht verbunden. Auch der seit Anfang des 16. Jahrhunderts betriebene Buchdruck blühte in Verbindung mit der Universität auf und verschaffte im 17. Jahrhundert der Stadt den zweiten Platz hinter Leipzig. Die Universität blieb auch nach der Landesteilung 1572 unter gesamternestinischer Schirmherrschaft, während die Stadt dem Herzogtum Weimar zufiel. Für kurze Zeit (1672-1690) wurde Jena Hauptstadt eines selbständigen Fürstentums Sachsen-Jena, dessen Herzöge im 1471 erwähnten, 1662 erweiterten Schloss wohnten und dessen Zentralbehörden zum Teil bis 1809 in der Stadt arbeiteten. Nach dem Tod des Herzogs von Sachsen-Jena (1692) kam die Stadt an die ernestinische Linie Sachsen-Eisenach und 1741 an das Herzogtum Sachsen-Weimar, das im 19. Jahrhundert zum Großherzogtum erhoben wurde (Großherzogtum Sachsen), bei dem es bis 1918 verblieb. In den theologischen Lehrstreitigkeiten des späten 16. Jahrhunderts war die Universität Mittelpunkt der lutherischen Orthodoxie (Matthias Flacius), nach dem Dreißigjährigen Krieg erlebte sie eine Blütezeit und stand mit 1.800 Studenten zwischen 1706 und 1720 an der Spitze aller deutschen Universitäten. Die Barockzeit äußerte sich in prächtigen Bürgerbauten, vom herzoglichen Hof gingen Anregungen auf die Kunst- und Musikpflege aus, 1570 begannen das Collegium Musicum zu wirken, das nach der 1769 erfolgten Reorganisation ab 1770 bis zum 20. Jahrhundert die Akademischen Konzerte veranstaltete. Der Rückgang des Weinbaus, der Studentenzahl und des Buchdrucks verursachten im 18. Jahrhundert einen Niedergang der städtischen Wirtschaft, 1788 wurden die Finanzen der Stadt unter Zwangsverwaltung gestellt. Unter der Regierung des Herzogs Carl August 1775 bis 1828 und seines Ministers Johann Wolfgang Goethe gewann der neue Geist Weimars auch auf Jena Einfluss und führte eine zweite Blütezeit der Universität herbei. Goethe widmete ihr sein amtliches und persönliches Interesse, hier schloss er 1794 Freundschaft mit Friedrich Schiller, der seit 1794 als Professor wirkte und bis 1799 in Jena wohnte. 1794 wurden Johann Gottlieb Fichte und 1798 Friedrich Wilhelm Joseph Schelling berufen, 1801/07 lehrte Georg Wilhelm Friedrich Hegel hier, so dass Jena ein Hauptort der deutschen idealistischen Philosophie wurde, in dem auch die literarische Richtung der älteren Romantik mit August Wilhelm Schlegel, seiner Frau Caroline Böhmer-Schlegel-Schelling, Friedrich Schlegel, Ludwig Tieck, Clemens Brentano und Friedrich von Hardenberg eine hervorragende Pflegestätte fand. Die 1785 bis 1803 in Jena erscheinende „Allgemeine Literatur-Zeitung“ erhöhte den Ruf der Stadt, die Universität stand im Ruf besonderer Liberalität, doch sank ihr Ruhm seit 1800 schnell infolge des Weggangs berühmter Lehrer (1799 Entlassung Fichtes).

Quelle 04/2007

 

 

 

Die live WEBcam mit Blick von Jena Ost aus auf das Stadtzentrum.
 

Jena ist inmitten von Thüringen an der Saale gelegen und drittgrößte Stadt des Freistaates.

 

 © WEBimagine.de GbR 2007 :: Impressum

...mehr über Jena lesen auf www.jena.de