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Vor der Christianisierung der Gegend um Jena lebten hier im 3.-6. Jh. die Thüringer, welche aus mehreren Stämmen zu einem Stammesverband verschmolzen sind. Durch die vielfältigen Kontakte mit Rom und dem Ostgotenreich kam es frühzeitig zu Einflüssen des Christentums, zumindest auf die Adelsgeschlechter. Vorrangig wurde dem arianischen Christentum nachgegangen. In einigen Gebieten lassen sich noch ältere Kulte, die aus dem römischen Reich übernommen wurden, nachweisen (Dianakult usw.). Die Thüringer hingen zunächst nordischen Göttern an. Dieser Glaube war bis ins 8. Jh. vorherrschend für das Gebiet, in dem später Jena entstand. Hinzu kamen im 7. Jh. die slawischen Einwanderer, die ihre Gottheiten mitbrachten und Tempel errichteten. Erst mit der Mission des Bonifacius wurde schließlich das Christentum in der Gegend eingeführt. Erste Pfarreien sind westlich von Jena im Raum Erfurt/Arnstadt im 8. Jh. nachweisbar. Eine Festigung des römisch-katholischen Glaubens fand aber erst im 10. Jh. statt. Die Bevölkerung des Gebietes um Jena gehörte ursprünglich ins eigens dafür geschaffene Bistum Erfurt. Dieses hatte allerdings nicht lange Bestand. Somit kam die Gegend an das Bistum Mainz. Das es vorher ältere Kirchenstrukturen in der Gegend gab, zeigte sich darin, dass die alten „Urpfarreien“ über die neu geschaffenen Bistumsgrenzen hinaus eine Reihe von Pfarrrechten weiterhin unterhielten (z.B. Lobeda, Wenigenjena usw.). Die Stadt war direkt dem Dekanat Oberweimar innerhalb des Archidiakonat Beatae Mariae virginis in Erfurt zugeordnet. Das ab 1909 eingemeindete Gebiet rechts der Saale gehörte zum Bistum Naumburg, obwohl im Mittelalter Jena auch die Pfarrrechte in Wenigenjena und Camsdorf besaß. 1252 wird erstmals ein Geistlicher in Jena erwähnt. 1523 wurde die erste reformatorische Predigt in Jena gehalten. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Richtungen der reformatorischen Bewegung (Lutheraner, Flacianer usw.), infolgedessen die Reformation schnell Fuß fasste und Jena zu einem Zentrum des Luthertums als neuer Weltanschauung wurde. Über lange Zeit war Jena eine überwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, zumal Martin Luther mehrmals persönlich in Jena weilte. Anstelle des Papstes hatte der Landesherr die Führung der sogenannten „ev. luth. Landeskirche“ übernommen. Damit teilte die Kirche in Jena die Geschicke der jeweiligen Landesherren. Die „Evangelisch-Lutherische Kirche des Großherzogtums Sachsen“, zum dem Jena seit dem 18. Jh. gehörte (damals noch Herzogtum Sachsen-Weimar), schloss sich nach 1920 mit den anderen Landeskirchen Thüringens zur „Thüringer Evangelischen Kirche“ zusammen. 1948 nannte sie sich in Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen um. Jena ist Sitz einer Superintendentur der Landeskirche innerhalb des Aufsichtsbezirks Ost, dessen Kreiskirchenamt sich in Gera befindet. Die heute bestehenden evangelisch-lutherischen Pfarrämter Jenas gehören somit alle zur Superintendentur Jena. Spätestens seit dem 19. Jh. zogen auch wieder Bürger mit katholischem Bekenntnis in die Stadt. Die kleine Gemeinde erhielt seinerzeit die Ruine der Kirche „St. Johannes Baptist“, der ältesten noch stehenden Kirche Jenas, in der bis zur Reformation neben der Hallenkirche St. Michael, Amtshandlungen (vor allem Beerdigungen) vorgenommen wurden, welche dann aber verfiel. Die kleine katholische Gemeinde wurde jedoch bereits 1813 wieder aufgelöst und die Katholiken von Weimar aus betreut. Erst 1905 wurde die Pfarrei wieder errichtet. Die Kirchenruine wurde zur heutigen Pfarrkirche ausgebaut, wobei damals ein Längsschiff Richtung Westen gebaut wurde und der Altar in eine neue Apsis im Westen verlegt wurde. Durch Vertreibung und Verfolgung waren nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 14.000 Katholiken in Jena. Die Pfarrkirche hatte zum damaligen Zeitpunkt sowenig Kapazität, dass trotz acht Sonntagsgottesdiensten und Außenstellen in den umliegenden Dörfern nicht alle Gottesdienstbesucher Platz fanden. Darum baute man 1957–1959 den Altar wieder aus der Apsis im Westen aus und stellte ihn in den damaligen Eingangsbereich im Osten. Dafür zog man in der ehemaligen Apsis eine Empore ein. Die Apsis ist heute noch an ihren schön gestalteten Chorfenstern zu erkennen. Ab 1821 gehörte die Pfarrgemeinde zum Gebiet des Bistums Paderborn. Mit dem Preußischen Konkordat von 1929 kam die Gemeinde in Jena zum Bistum Fulda. Nach dem Zweiten Weltkrieg geschah die Verwaltung der Gemeinde in Jena durch einen Generalvikar mit Sitz in Erfurt. Mit der 1973 erfolgten Einrichtung des Bischöflichen Amtes Erfurt-Meiningen und der Erhebung von 1994 zum Bistum Erfurt wurde der Erfurter Bischof für Jena zuständig. Die Pfarrgemeinde in Jena gehört somit heute zum Dekanat Weimar innerhalb des Bistums Erfurt. Da einige später eingemeindete östliche Ortsteile dem Gebiet des Bistum Dresden-Meißen zugehören, ist der Pfarrer der Jenaer Gemeinde zusätzlich Kaplan der benachbarten Stadtrodaer Gemeinde, um auch offiziell die Katholiken seelsorgerisch betreuen zu können, die hinter der Bistumsgrenze leben. Die Pfarrei betreut auch Katholiken außerhalb Jenas und ist mit ca. 5000 Mitgliedern eine der größten Pfarreien im Bistum Erfurt und eine der größten Diasporagemeinden in Ostdeutschland. Darüber hinaus gibt es auch noch Gemeinden, die zu den Freikirchen gehören, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, die Adventgemeinde, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) und die Christliche Gemeinde Lobeda. Neben den christlichen Kirchen gibt es aber auch noch eine kleine jüdische Gemeinde. Sie hat ca. 150 Mitglieder und ist in den letzten Jahren durch den Zuzug jüdischer Menschen aus Russland entstanden. Die Gemeinde ist noch nicht als selbstständig anerkannt worden und wird deshalb von der Erfurter Gemeinde betreut. Die Gemeinde hat ein kleines Gemeindezentrum, aber keine Synagoge.

Quelle 04/2007

 

 

 

Die live WEBcam mit Blick von Jena Ost aus auf das Stadtzentrum.
 

Jena ist inmitten von Thüringen an der Saale gelegen und drittgrößte Stadt des Freistaates.

 

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