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Im Stadtzentrum befindet sich die spätgotische dreischiffige Stadtkirche St. Michael, die evangelische Parochialkirche (Hauptkirche) Jenas. Ihr Vorgängerbau, eine altromanische Pfarrkirche, erfuhr mehrere Umbauten; die größten wurden bei der 1301 erfolgten Errichtung des Zisterzienser-Nonnenklosters (heute nicht mehr existent) vorgenommen. Über das Alter dieses Vorgängerbaus gibt es unterschiedliche Lehrmeinungen. Höchstwahrscheinlich ist er infolge der Entstehung der deutschen Marktsiedlung im 12. Jahrhundert entstanden, als Nachfolger der heute in Wenigenjena stehenden Kirche. Die heutige Hallenkirche wurde nach zwei Vorgängerbauten 1380 - 1506 (Fertigstellung des Langhauses) errichtet; der Turm wurde von 1486 - 1557 erbaut. Sie gilt als größte Hallenkirche Ostthüringens. Martin Luther hatte hier mehrmals gepredigt; sein Grabstein (aber nicht sein Grab) befindet sich seit 1571 hier. Erwähnenswert ist die restaurierte renaissance Einzeigeruhr der Kirche. Teile der römisch-katholischen Kirche St. Johannes Baptist im Stadtzentrum in der Wagnergasse bestehen bereits seit dem 9. Jahrhundert. Daher gilt die Kirche als eine der ältesten Jenas. Nahe der katholischen Kirche steht die ehemalige Garnisonskirche Friedenskirche, eigentlich Johann-Georgs-Kirche. Nachdem Jena 1672 Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar wurde, erbaute man 1686 - 1693 auf Anraten Johann-Georgs II., Herzog von Sachsen-Eisenach, die Kirche auf dem Gelände des alten Johannisfriedhofes. Sie wurde nach ihrem Begründer benannt. Eine wichtige Rolle in der Stadtgeschichte spielten weitere Kirchen, wie z.B. die Kollegienkirche, welche die Universitätskirche des Collegium Jenense war, entstanden aus dem ehemaligen Dominikanerkloster am Südwest-Ende der Altstadt. Unweit davon befand sich, am Engelplatz, das Karmeliterkloster. Für die Reisenden und Kranken war vor allem die Kirche St. Nicolaus ein Ort des Gebetes, die vor der Stadt im Bereich des heutigen Spittelplatzes stand. Einer der Vorgängerbauten der Schillerkirche „Unseren lieben Frauen“ St. Marien war nach Meinung einiger Forscher die Kirche des alten „Jani“, die auch 937 im Zusammenhang mit der Burg Kirchberg erwähnt wird. Die ersten Teile der heutige Schillerkirche wurden im 14. - 15. Jahrhundert errichtet; das Bau des Langhaus wurde erst 1557 „provisorisch“ beendet. Die Kirche erhielt ihren Namen, weil hier am 22. Februar 1790 Friedrich Schiller und Charlotte von Lengefeld getraut wurden. Die Überbleibsel des Sitzes der ehemaligen Deutschordensballei Thüringen stellt die Dorfkirche St. Marien in Zwätzen dar. Die Kirche St. Peter in Lobeda ist wahrscheinlich die älteste Kirche im Gebiet um Jena, da es sich hier um eine sogenannte Urpfarrei handelt, die bis zur Reformation Zentrum des Dekanats Lobeda innerhalb des Bistums Naumburg war. In der Kirche in Drackendorf befindet sich die Grabstätte der Familie von Ziegesar, engen Freunden von Goethe. Ebenfalls predigte hier der „Vogelpastor“ Christian Ludwig Brehm. Nach neuesten Forschungen entstand aus dem im 9. Jahrhundert erwähnten Liuthraha der Ort Leutra mit der ehemaligen Wehrkirche im Leutratal.

Quelle 04/2007

 

 

 

Die live WEBcam mit Blick von Jena Ost aus auf das Stadtzentrum.
 

Jena ist inmitten von Thüringen an der Saale gelegen und drittgrößte Stadt des Freistaates.

 

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