Die
Verwaltung der Stadt Jena oblag zunächst den Beamten der Lobdeburgischen
Herrschaft. Doch stand bald auch ein Rat an der Spitze der Stadt,
der ab 1317 von zwei Ratsmeistern geleitet wurde. Seit dem 14.
Jahrhundert war der Rat dreigeteilt. 1540 führte der Kurfürst
von Sachsen eine neue Städteordnung ein. Es gab mehrere Bürgermeister
doch ab 1604 nur noch einen Bürgermeister an der Spitze der
Stadt. Ab 1892 trägt das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister.
Der Rat wurde von der Bevölkerung gewählt. Ab 1933 wurde der
Oberbürgermeister von der Partei eingesetzt und nach dem Zweiten
Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den „Rat der
Stadt“ mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als
Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender
dieses Gremiums ist der „Stadtratsvorsitzende“. Das Gremium
wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 2000 wird der
Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt. Dem Oberbürgermeister
stehen drei vom Stadtrat gewählte Dezernenten zur Seite. Derzeit
amtieren Frank Schenker (CDU, Soziales und Kultur) und Frank
Jauch (SPD, Finanzen, Ordnung, Sicherheit). Das Dezernat für
Stadtentwicklung und Umwelt wird momentan von Katrin Schwarz
(Bürger für Jena) geleitet.